Ob zum Fernsehen, Radio hören oder zum Kochen, fast in jeder Situation sind wir auf Energie angewiesen. Zur Erzeugung von Strom, Gas oder Warmwasser stehen den Menschen fossile sowie erneuerbare Energiequellen zur Verfügung. Der große Vorteil bei den erneuerbaren Energien ist, dass diese Vorräte nie zu Ende gehen können. Dennoch wird zum jetzigen Zeitpunkt noch der Großteil der Energie über fossile Energiequellen – zu denen etwa Erdgas oder Erdöl gehören – hergestellt. In den kommenden Jahren und Jahrzehnten wird sich dieser Trend aber aus zweierlei Gründen ändern. Einerseits werden die vorhandenen Ressourcen immer geringer und die Preise immer höher, auch das Umweltbewusstsein der Menschen scheint in der letzten Zeit wieder anzuwachsen.
Dies ist ganz wichtig, vor allem da durch die Umstellung auf regenerative Energie der Treibhauseffekt nicht mehr weiter unterstützt wird. Energie aus Wind-, Wasser-, Sonnenkraft oder Geothermie ist aber nicht nur für die Umwelt freundlicher, sondern erspart den Unternehmen in der Regel auch lange Transportwege. Das beste Beispiel hierfür ist wohl das Erdgas, welches unter anderem aus dem fernen Russland nach Deutschland gebracht wird. Durch die ständigen Preiserhöhungen, die die Endverbraucher in den kommenden Jahren bei fossilen Energiequellen aufgetragen bekommen, ist erneuerbare Energie bestimmt auch deutlich günstiger. Zum Brennholz spalten ist sicher nicht jeder ambitioniert, es gibt aber außer Brennholz noch viele andere regenerative Energien, die es wert sind zu nutzen.
Menschen, die sich für den Klimaschutz und die Umwelt eingesetzt haben, hat es ja schon immer gegeben. Nachdem in den letzten Jahren aber immer häufiger Berichte rund um den Treibhauseffekt und drohende Naturkatastrophen im Fernsehen auftauchten, fingen viele Bürger scheinbar zum Umdenken an. Selten zuvor waren alternative Energiequellen wie Sonne, Wind oder Heizen mit Holz so beliebt wie heutzutage. Aber nicht nur alleine der umweltliche Aspekt ist dafür verantwortlich, dass solche Quellen immer lieber genutzt werden. Wie ja bereits seit langer Zeit bekannt ist, werden die fossilen Energiequellen früher oder später aufgebraucht sein. Da das Angebot dann immer niedriger im Vergleich zur Nachfrage sein wird, werden die Preiserhöhungen in diesem Bereich in den kommenden Jahren möglicherweise noch deutlich drastischer ausfallen.
Über einen längeren Zeitraum gesehen, entsteht dadurch auf jeden Fall eine erhebliche Kostenersparnis für die Endverbraucher. Aber auch für die einzelnen Staaten wie Deutschland hätte eine Umstellung auf solche Energiequellen eigentlich nur Vorteile. Da man Wind oder Wasserkraftwerke in unmittelbarer Umgebung bauen kann, fallen lange Transportwege und hohe Kosten weg. Zusätzlich kann Deutschland auf diese Art und Weise dafür sorgen, dass es in puncto Energiebedarf nicht mehr von anderen Staaten, die Öl- oder Erdgasvorräte besitzen, abhängig ist.
Das Erneuerbare Energien Gesetz - EEG regelt die Förderung der erneuerbaren Energieformen durch den Staat.
Die Ziele sind klar definiert; Klimaschutz und Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Energien. Die Anlagenbetreiber erhalten Förderungen und die Netzbetreiber werden verpflichtet, den Strom abzunehmen.
Ein weiteres Hauptziel des Gesetzes beinhaltet die Forderung, den Anteil regenerativer Energien bis zum Jahre 2020 auf 30 % hochzuschrauben.
Windenergie wird seit den 80er Jahren auch bei uns in Deutschland recht häufig genutzt. Momentan liegt hier der Anteil der Windenergie zur Stromerzeugung bei nur bei rund fünf Prozent, denn erneuerbare Energien liegen noch nicht so richtig imTrend.
Dieser Anteil soll bis zum Jahre 2020 auf 25 Prozent gesteigert werden. Gesetzliche Vorgaben werden vorbereitet und dienen einer konsequenten Umsetzung. In Dänemark liegen die prozentualen Anteile der Windenergie an der Stromerzeugung bereits heute bei etwa 20 Prozent.
Viele Landwirte, besonders im Norden Deutschlands nutzen die Windenergie, als Nebenverdienst oder um den Eigenbedarf zu decken. Die Verpachtung des Ackerlandes oder die Mitarbeit bei Windenergieprojekten ist manchmal profitabler, als die traditionelle Landwirtschaft.
Geothermie kann man mit einem Wort grob als Erdwärme übersetzen. In modernen Gebäuden werden heute schon effektive Wärmepumpen eingesetzt, um die Geothermie erfolgreich zu nutzen.
Photo © by Kecko on Flickr.com
Die Erdwärme, die durch Wärmepumpen genutzt wird, ist in Deutschland zwar schon seit ca. 20 Jahren bekannt, findet aber erst in den letzten Jahren Akzeptanz unter den erneuerbaren Energien. Unterschieden wird zwischen oberflächennaher Erdwärme und Tiefengeothermie. Geothermie gilt als emmissionsfreie Energie aus der Erde.
Sonnenenergie gehört zu den unerschöpflichen alternativen Energien. Warum also zögern, diese kostenlose Energie zu beanspruchen? Zumindest einen Anteil der herkömmlichen Energien könnte man einsparen. Das erneuerbare Energien Gesetz lässt im Übrigen meist Fördermöglichkeiten zu, die einen weiteren Anreiz zur Nutzung der Sonnenenergie liefern.
Mittels Photovoltaikanlagen ist es auch den privaten Hausbesitzern möglich, eine moderne Form der Energieerzeugung sinnvoll einzusetzen. Eine staatliche Förderung für jede gelieferte Kilowattstunde tut ihr Übriges, um einen kleinen Anreiz zum Umdenken zu geben.
Langsam aber sicher neigt sich die Zeit, in der die fossilen Energiequellen auf dem Markt dominiert haben, dem Ende zu. Strom, Wasser, Windkraft und andere erneuerbare Energien wie Brennholz, werden möglicherweise schon bald dafür sorgen, dass ein Großteil der deutschen Bevölkerung wesentlich weniger Energiekosten zu tragen hat. In den nächsten zwei Jahrzehnten ist davon auszugehen, dass die Zahl der Anlagen, über die erneuerbare Energie produziert und verheizt werden können, deutlich nach oben geht. Das einzige Problem könnte derweil noch die Anschaffungskosten für solche Anlagen sein. Vor allem Hauseigentümer, die etwa Solarkollektoren auf ihrem Dach selbst bezahlen müssten, schrecken eventuell noch wegen der hohen Kosten zurück.
Allerdings wird es wohl auch vom Staat in Zukunft verstärkte Förderungen geben, sodass immer mehr Menschen auf Anlagen mit umweltfreundlichen erneuerbaren Energien umsteigen. Dadurch entgeht man weitgehend der Abhängigkeit von den vorhandenen Öl- und Gasvorräten. Obendrein wird die Umwelt durch diese Umstellungen in der Zukunft deutlich weniger belastet, als dies in den Jahren zuvor der Fall war. Immerhin lässt sich so vermeiden, dass mehrere Tonnen CO2 pro Jahr an die Umwelt abgegeben und der Treibhauseffekt somit weiter verstärkt wird.
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