Dohlennester im Schornstein können lebensgefährlich werden. Dann nämlich, wenn mit Ästen und Nistmaterial verstopfte Schornsteine nicht mehr richtig abziehen können und die Abgase deshalb ins innere der Wohnung oder des Hauses gelangen. Das tödliche Kohlenmonoxid breitet sich als Erstes in dem Raum aus, wo sich die Heizung oder der Kaminofen befindet.
Beobachtet man bei sich selbst oder am Schornstein des Nachbarn stetigen Dohlenflug ist sofortiges Handeln angesagt. Die Dohlen
schleppen Unmengen an Nistmaterial an und beginnen damit den Schornstein zu füllen. Sie werfen so lange kleine Stöckchen in den Schlot, bist diese sich irgendwo im Schornstein verkanten. Angeschleppt werden Äste und Grünzeug so lange, bist sich ein Nest ca. 30-40 cm unterhalb des Schornsteinkopfes gebildet hat. Schlimmstenfalls sitzt der Schornstein mehrere Meter voll Nistmaterial.
Den Schornstein regelmäßig kontrollieren
Wenn man der Frage nachgehen möchte, ob im eigenen Schornstein gerade ein Dohlennest gebaut wird, öffnet man am unteren Ende des Schornsteines die Rußklappe. In der Regel fallen dann schon Astwerk und Nistmaterial hinaus. Um sicherzugehen, ob der Kamin nicht von Dohlen bewohnt wird, hält man unten einen Spiegel in die Rußklappe und schaut sich damit an, ob der Kamin komplett frei ist. Beim geringsten Zweifel auf Dohlenbefall zieht man am besten gleich den Bezirksschornsteinfegermeister hinzu. Er hat Erfahrung mit Dohlennestern, schafft Abhilfe und sorgt vor. Mit langen Stangen, die ineinander gesteckt werden, wird das Dohlennest entfernt.
Wer einmal ein Dohlennest im Schornstein hatte, der sollte fürs nächste Jahr vorsorgen. Einmal Besuch, immer Besuch! Abhilfe schaffen sogenannte Dohlengitter, die oben auf dem Schornsteinkopf befestigt werden. Diese Dohlengitter verhindern das Einnisten der Dohlen im Schornstein.
Fazit:
Dohlennester im Schornstein können lebensgefährliches Kohlenmonoxid im Haus entstehen lassen, weil die Abgase nicht ungehindert abziehen können. Abhilfe schafft der Bezirksschornsteinfegermeister mit einem sogenannten Dohlenschutzgitter.
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17 Mar 2011
A. Siebert
Eine Menge Erfahrung mit Dohlen, die ich in meinem langen "Kamin-Leben" gemacht habe spricht dafür, alle zu warnen, darauf acht zu geben, wenn Dohlen auf dem Schornstein gesichtet werden. Bei mir nisten die Rabenvögel regelmäßig wiederkehrend von Jahr zu Jahr. Einmal dachte ich, nun bist du sie los, aber dann kamen sie einen Monat später. Sogar auf dem Dohlenschutzgitter haben sie einmal ihr Nest gebaut. Es war eine windstille Ecke, vielleicht deshalb.
Warnung an alle: Dohle gesichtet > direkt den Schornstein inspizieren, sonst verqualmt die gute Stube.
In diesem Sinne
Axel
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