Die Brennholzpreise gehen immer noch schlagartig in die Höhe, inzwischen heizen 25 Prozent der Deutschen mit Holz. Sei es in Form von Pellets, Hackschnitzeln oder Scheitholz.
Die Baumärkte fahren schon zum Ende der Sommerferien ihre ersten Werbeaktionen für Kaminöfen. Nicht nur wegen der hohen Heizöl- und Gaspreise, sondern auch wegen der niedrigen Preise für Kaminöfen macht das Heizen mit Brennholz so viel Spaß. Tatsächlich ist es immer noch eine der preiswertesten Heizformen.
Dazu muss man nicht zwangsläufig eine Ausrüstung mit Holzspalter und Motorsäge haben, auch wer sein Holz getrocknet beim Brennholzhändler kauft, fährt damit noch immer preiswert.
Die Förster können inzwischen längst nicht mehr der Nachfrage an Brennholz oder Industrieholz gerecht werden. Die Nachfrage ist inzwischen so stark angewachsen, dass nur noch ein Teil aller Kunden bedient werden kann. Für ein gesundes Waldwachstum müssen unsere Wälder zwar durchforstet werden, aber der Anteil am Holz, welches jährlich verbraucht wird, kommt dem Anteil an nachwachsendem Holz immer näher.
Für Sturm und Bruchholz, welches in schneereichen und stürmischen Wintern anfällt, muss in den Folgejahren erst wieder Gelegenheit zum Ausgleichswachstum geschaffen werden. Ist das Heizen mit Brennholz immer noch preiswert? Ich zeige in den folgenden Abschnitten ein paar Möglichkeiten auf.
Wer mit Holz heizen möchte, für den gibt es vier unterschiedliche Varianten:
Zuerst die klassische Variante: Heizen mit Scheitholz im ursprünglichen Sinne. Entweder holt man sich als Selbstwerber sein Holz beim Förster aus dem Wald oder man lässt sich vom Brennholzhändler bedienen. Nicht immer ganz preiswert, aber so spart man sich die teure Ausrüstung, angefangen bei der Motorsäge über den Motorsägen-Führerschein über den Anhänger bis zur Sicherheitskleidung. Wer sich gerne körperlich betätigt und Spaß daran hat, sein Brennholz selbst zu werben für den ist die Scheitholz Variante die erste Wahl.
Als zweite und gleichzeitig modernste Möglichkeit des Holzheizens wird die Pelletheizung immer populärer. Nicht nur, weil der ökologische Gedanke eine Rolle spielt, sondern die staatlichen Förderprogramme für moderne Pelletheizungen tun ihr Übriges. Ein Nachteil der Pelletheizung ist die Anforderung und der Platzbedarf für eine absolut trockene Lagerung der Holzpellets. Ein Tank oder ein Silo zur Pellets Lagerung ist meist erforderlich.
Heizen mit Abfallholz ist immer noch die preisgünstigste Variante. Wer die Möglichkeit hat, über ein Sägewerk an Abfallholz zu gelangen und dies nicht weit transportieren muss, dem bieten sich alle Möglichkeiten. Sowohl ein Holzvergaserkessel als auch ein herkömmlicher Kaminofen bieten sich hier an. Auch ein Kaminofen mit Wärmetauscher, der die zentrale Heizung mit warmem Wasser speist, ist eine mögliche Version.
TIP: Abfallholz für die Holzheizung bekommt man auch oft günstig in Schreinereien oder in Zimmereibetrieben. Auch Hersteller oder Händler von Paletten sind gute Quellen, wo man günstig an Holz gelangen kann.
Heizen mit Hackschnitzeln bedarf einer genauen Analyse und lohnt sich nicht für einen kleinen Privathaushalt. Hier müssen komplexe Berechnungen durchgeführt werden, weil die Anschaffungskosten für eine Hackschnitzel Heizung ziemlich hoch sein können.
Wer genug Ideen zur Beschaffung von geeignetem preiswerten Holz hat, und auch nicht davor zurückschreckt, selbst eine Motorsäge in die Hand zu nehmen, für den bietet sich als Alternative zu Öl oder Gas, das Heizen mit Brennholz an. Auf den Internetseiten des Ministeriums für Umwelt und Forsten Rheinland-Pfalz gibt es weiterführende Literatur und eine Broschüre zur Thematik.
Literaturempfehlung:
Ein Buch, dass man auf jeden Fall vor dem Kauf eines Kaminofens lesen sollte, ist vom Autor: Prof. Dr. rer. nat. Hans-Peter Ebert.
Er ist Professor an der Fachhochschule für Forstwirtschaft in Rottenburg und Diplom-Forstwirt.
Verlag: Ökobuch Verlag, 13. verbesserte Auflage (2009) ISBN-10: 3936896216 / ISBN-13: 978-3936896213
Titel: Heizen mit Holz in allen Ofenarten
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27 Nov 2011
Hallo Nagelsäger, die benötigte Menge Brennholz hängt nicht von der Anzahl der Personen, sondern von der zu beheizenden Fläche und weiterer Faktoren wie Ofengröße oder Wärmedämmung des Hauses /der Wohnung ab.
In der Regel kannst Du bei Deiner Fläche von einem Verbrauch von rund 7 Raummetern Hartholz pro Saison ausgehen. Der Wert kann aber durchaus noch etwas schwanken.
25 Nov 2011
Nagelsäger
Hi
kann mit jemand sagen wieviel Raummeter Holz ein drei Personenhaushalt in einem Jahr gebraucht? Die Fläche die mit dem Kamin beheizt werden soll ist rund 100 m² groß.
LG Der Nagelsäger
30 Jul 2011
Schrat
Lukrativ hin oder her? Wer im Wald selbst Holz macht darf seine Arbeitszeit nicht berechnen, sonst bringt das Holz heizen gegenüber den anderen Energieformen keinen geldwerten Vorteil mehr.
01 Jun 2011
Waldwolf
Sicher nicht mehr so lukrativ wie vor einigen Jahren, aber mit dem Brennholz Preis steigen ja auch die Preise der fossilen Energien. Der prozentulale Preisanstieg ist zwar beim Brennholz etwas höher ausgefallen, das Verhältnis ist aber weitgehend gleich geblieben und immer noch lukrativ.
02 Apr 2011
Siggi
Moin,
Heizen mit Holz ist längst nicht mehr so lukrativ, wie vor Jahren. Die Holzpreise steigen in die Höhe wie seit ewigen Zeiten nicht mehr. Die Holzöfen werden immer billiger, aber das Brennholz kann man fast nicht mehr bezahlen. Es macht mir zur Zeit einfach keinen Spaß mehr. Unser Händler verlangt schon 80 Euro pro Raummeter, wenn er es bringt. Wenn man zum Vergleich hier auf dieser Seite die Entwicklung der Brennholzpreise anschaut, sieht es ja ähnlich aus. Ich werde das Heizen mit Holz erst mal aufgeben und hoffe, das es in einigen Jahren wieder billiger wird. Dann nämlich wenn die Leute sehen wieviel Arbeit das Brennholz macht.
Siggi
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