Beim Einkauf oder Verkauf von Brennholz stellt sich für Kunden und Verkäufer immer wieder die Frage nach dem momentan vorherrschenden prozentualen Anteil der Holzfeuchte. Die optimale Feuchtigkeit im Brennholz sollte 25% nicht übersteigen. Die Restfeuchte kann nach mehreren Methoden ermittelt werden. Zum einen nach der althergebrachten Darrmethode, zum anderen mit einem professionellen Holzfeuchtemessgerät.
Holzfeuchtemeßgeräte werden oft zur Begutachtung von Baumängeln oder zur Erkennung von minderwertigem Brennholz eingesetzt.
Außer der Messung mit dem Holzfeuchtemessgerät gibt auch noch andere Methoden die Brennholz Feuchtigkeit zu bestimmen. Mit der Darrprobe (Masseverlust) kann man ohne den Einsatz von komplizierten Messgeräten die Holzfeuchte ermitteln. Die genaue Anleitung für diesen Weg finden sie hier: Holzfeuchte mit der Darrprobe ermitteln. Die Darrprobe ist ein aufwändiger Prozess, deshalb ist es wirtschaftlicher, die Holzfeuchtemessung mit dem Feuchtigkeitsmessgerät durchzuführen.
Diverse Holzfeuchte-Messgeräte unterscheiden sich durch unterschiedliche Messmethoden und daran
gekoppelt auch unterschiedliche Preisklassen. Auch der Einsatzzweck und die Genauigkeit ist ein Qualitäts- und letztendlich auch ein Preiskriterium. Los geht es bei den preiswerten Messgeräten ab ca. 30 EUR, nach oben sind fast keine Grenzen gesetzt.
Zur Feuchte-Detektion besitzen die Holzfeuchtemessgeräte entweder einen Anschluss für einen externen Messfühler, der in oder auf das zu messende Holz gesteckt wird, oder zwei Einsteckfühler, die fest am Gerät angebracht sind. Die Einsteckfühler hinterlassen fast ausnahmslos Einstichlöcher. Was beim Brennholz sicherlich kein Problem darstellt, kann bei einer Messung im Wohnraum schon mal Schönheitsfehler hinterlassen.
Einige Geräte erlauben sogar die Voreinstellung der Holzart, der momentan vorherrschenden Temperatur und der Luftfeuchtigkeit. Hier sind dann für verschiedene Holzarten Materialkennlinien hinterlegt, die über die Tastatur ausgewählt werden können.
Unterschiedliche Holzfeuchte-Messgeräte sind mit verschiedenen Messmethoden ausgestattet. Es gibt Messverfahren nach dem Dielektrizitätskonstanten-Messprinzip, auch kapazitive Messung genannt, oder Messungen nach dem Prinzip der elektrischen Leitfähigkeit. Zur Vervollständigung sollen hier noch das Mikrowellen-Meßverfahren, das chemische Messverfahren und die Infrarotmessung genannt werden.
Die meisten Messgeräte mit kapazitiven Messmethoden verursachen keine Einstichlöcher und somit keine mechanischen Beschädigungen des Prüflings. Die Geräte sind wegen der Vorteile aber auch um ein mehrfaches teurer als die Geräte für eine Widerstandsmessung.
Für die Restfeuchte Messung beim Brennholz haben sich die Holzfeuchtemessgeräte zur Leitfähigkeitsmessung durchgesetzt. Diese Art ist um ein vielfaches preisgünstiger, die Toleranzen zwar etwas größer aber durchaus im Rahmen. Für eine grobe Kontrolle der Feuchtigkeit ihrer Kaminholzlieferung lohnt sich in jedem Fall die Anschaffung eines preiswerten Gerätes. Bei der PCE Group gibt es schon Holzfeuchte Messgeräte ab 29 EUR.
Bei der Holzfeuchtemessung am Brennholz sollte darauf geachtet werden, dass nie an Rissen oder Astaugen gemessen wird. Die Messungen werden hier ungenau, weil an diesen Stellen Messwerte als Extreme sowohl nach unten als auch nach oben vorliegen können.
Entnehmen sie ihrer mehrere Raummeter umfassenden Brennholzlieferung mindestens vier bis sechs Holzscheite aus unterschiedlichen Zonen. Alle Scheite werden nun gespalten und je Holzscheit werden zwei bis drei Messungen in der Mitte der frisch gespaltenen Seite des Scheites durchgeführt. Falls Extremwerte festgestellt werden, die erheblich von den anderen Messergebnissen abweichen, ist eine Wiederholungsmessung anzustreben.
Um ein möglichst genaues Messergebnis bzw. einen genauen Mittelwert zu erhalten, ist es von großer Bedeutung, dass Messungen aus verschiedenen Zonen der gesamten Holzpartie stammen, denn die Feuchtigkeit an der Oberfläche weicht oft von der des übrigen zu untersuchenden Materials ab. Als Beispiel sei hier die ausgetrocknete Oberschicht durch Sonneneinwirkung oder eine hohe Brennholz Feuchtigkeit durch Regen genannt.
Das tatsächliche abschließende Messergebnis bildet das arithmetische Mittel aller Messungen mit dem Holzfeuchtemessgerät.
Die Holzfeuchte im Brennholz mit der Darrprobe ermitteln
Immer wieder taucht die Frage auf wieviel Restfeuchte im Kaminholz verbleiben....
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