Die Rußrindenkrankheit wird durch einen Pilz verursacht, der nicht nur die Bäume schädigt, sondern auch den Menschen gefährlich werden kann. Intensiver Kontakt mit Pilzsporen kann Lungenbläßchenentzündung hervorrufen und zu lebensgefählicher Atemnot führen. Der Erreger ist in Nordamerika sehr verbreitet, dort tritt er besonders häufig an gefälltem oder toten Holz auf. Beim sogenannten Trockenstress kommt es zuerst zum Befall der Rinde.
Betroffene Bäume werden unter besonderen Schutzmaßnahmen sofort gefällt und verbrannt. Jeder siebte Baum in Köln ist ein Bergahorn, deshalb muß befürchtet werden, das sich noch wesentlich mehr Bergahorn-Bäume in einem Stadium befinden, die einen Befall noch nicht sichbar werden läßt.
Hitze, Trockenheit und Wassermangel begünstigt die Russrindenkrankheit, die in Deutschland erst seit einigen Jahren auftritt. Durch den Klimawandel hat sich die Ausbreitung der Rußrindenkrankheit in den letzten Jahren massiv verstärkt. Der Bergahorn gilt in Bezug auf die Wasserversorgung als sehr anspruchsvoll. Bei dem derzeit beobachteten Klimawandel wird sich die Rußrindenkrankheit auch in Europa stärker ausbreiten.
Bei befallenen Bäumen welken zunächst die Blätter, die danach abfallen, ehedem die Rinde zu bröckeln beginnt und eine schwarze rußartige Fläche freigibt, die der Russrindenkrankheit ihren Namen gibt. Als letztes Stadium stirbt der komplette Baum ab.
Bislang sind nur linksrheinische Gebiete von Köln betroffen, es gilt aber als sicher, das die Rußrindenkrankheit sich auch noch auf die anderen Stadtteile ausbreiten wird.
Die Russrindenkrankheit, die erstmals 2005 in Baden-Württemberg festgestellt wurde, zog in den Folgejahren 2006 und 2007 weitere Nachweise in Leipzig, Dresden und dem Rhein-Main Gebiet nach sich. Betroffen sind Bergahorn Bäume aller Altersklassen.
Waldarbeiter, die diese abgestorbenen Bäume fällen, sind durch besondere Schutzmaßnahmen und besondere Schutzkleidung vorzubereiten. Die Stämme der Bäume dürfen nicht mal mehr als Ofenholz genutzt werden. Durch die Pilzerreger sind der Stammfußbereich und die nähere Vegetation oft bräunlich eingestäubt, welhalb auch für Spaziergänger eine Gefahr bestehen kann.
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