Die Verwendung regenerativer Energien wird bereits seit mehreren Jahren gefördert, um erstens die Emissionen klimaschädlicher Gase, wie Kohlendioxid (CO2) zu reduzieren und zweitens auch eine größere Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern, wie Kohle oder Erdöl, zu erreichen, dessen Ressourcen bekanntlich begrenzt sind.
Seit dem verheerenden Tsunami in Japan in diesem Jahr, aus dem auch für erhebliche Störungen japanischer Atomkraftwerke inklusive der katastrophalen Folgen resultierten, hat sich nunmehr auch die Deutsche Bundesregierung entschlossen, mit dem Ausstieg aus der Atomkraft ernst zu machen.
Dieser Entschluss bedeutet, dass regenerative Energien in Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen werden.
Eine Form der erneuerbaren Energien, der in Deutschland eine große Bedeutung zukommt, ist die Windenergie, die Ihnen in diesem Artikel etwas näher gebracht werden soll.
Dass Wind eine Form von Energie darstellt, steht wohl außer Frage, denn über welch große Energie der Wind verfügt, wird uns immer wieder anschaulich vor Augen geführt, wenn ein Sturm entsprechende Schäden verursacht.
Diese Energie des Windes kann sich der Mensch jedoch auch im positiven Sinne nutzbar machen, in dem man Windenergie in andere Formen der Energie überführt.
Generell stellt der Wind nichts anderes dar, als „kinetische Energie“, da Teilchen, die über eine Masse verfügen, eine gerichtete Bewegung ausführen.
Diese „kinetische Energie“ kann man mittels Rotorblättern in eine andere Energieform überführen, nämlich der Rotationsenergie.
Diese Möglichkeit der Energieumwandlung macht sich der Mensch im Übrigen schon seit recht langer Zeit zu Nutze.
So wurden schon vor mehreren hundert Jahren Windmühlen gebaut, um mittels der
Windenergie mechanische Arbeit verrichten zu können, wie zum Beispiel Korn zu Mehl zu verarbeiten.
Diese Windmühlen dienen heute zumeist nur noch als Zierde, wie zum Beispiel die Mühle auf dem Bild (rechts), die sich in Tannenhausen in Ostfriesland befindet.
In der heutigen Zeit wird die Energie des Windes hauptsächlich genutzt, um elektrischen Strom zu erzeugen.
Um aus Windkraft Strom erzeugen zu können, muss die Rotationsenergie, die durch die Drehbewegung der Rotorblätter erzeugt wird, noch mittels eines Generators in elektrischen Strom überführt werden, was bei modernen Windkraftanlagen direkt in der Gondel durchgeführt wird.
Als in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts verstärkt auf die Stromerzeugung mittels Windkraftanlagen gesetzt wurde, entstanden zunächst viele kleinere Anlagen, die relativ verstreut aufgestellt wurden.
Später erwies es sich als sinnvoller, mehrere und größere Windkraftanlagen in sogenannten Windparks aufzustellen, da dies erstens logistische Vorteile brachte und zweitens Landschaftsbilder durch viele verstreute Windkraftanlagen weniger beeinträchtig wurden.
Rechts sehen Sie einen kleinen Ausschnitt des Windparks „Wybelsumer Polder“, der sich in unmittelbarer Nähe zur Seehafenstadt
Emden befindet.
Dieser Windpark ist im Übrigen einer der größten Windparks in ganz Deutschland.
Eine neuere Entwicklung bezüglich der Nutzung der Windenergie ist es, solche Windparks nicht mehr nur an Land zu errichten, sondern auch auf offener See, da dort erstens ein noch höheres Aufkommen an Wind vorliegt und zweitens Flächen im Überfluss zur Verfügung stehen.
Solche Windparks im offenen Meer werden im Übrigen „Offshore Windparks“ genannt und mittlerweile in verstärktem Maße gebaut.
Da das Aufstellen von Windparks im Meer technisch eine große Herausforderung darstellt, hat es in der jüngeren Vergangenheit auch ein paar vorbereitende Projekte gegeben, in dessen Rahmen wertvolle Erfahrungen bezüglich der Errichtung von „Offshore Parks“ gesammelt wurden.
So wurden zum Beispiel beim Aufbau der Windkraftanlage, die Sie auf dem Bild (rechts) sehen können, viele Erfahrungen gesammelt, da
die komplette Logistik beim Aufbau dieser Anlage von der Wasserseite her realisiert wurde.
Diese Anlage, die sich nahe des Emder Hafens befindet, wird im Übrigen als „Near Shore Anlage“ bezeichnet.
Abschließend bleibt nur noch zu sagen, dass es wirklich sinnvoll ist, weiter in den Ausbau der Windenergie zu investieren.
Auch wenn der Aufwand gerade bei der Errichtung von „Offshore Windparks“ erheblich ist, dient es unserer Energieversorgung in der Zukunft, wobei der Rohstoff, sprich der Wind, uns stets kostenlos zur Verfügung stehen wird und wir mithilfe dieses Rohstoffes auf umweltfreundliche Weise Energie erzeugen können.
Gastartikel von Günter Dehne
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