Seit der Zerstörung des Atomreaktors in Fukushima und die dadurch erfolgte Verstrahlung von Luft, Wasser und Boden sind die Diskussionen um die Sicherheit der Atomkraft neu entbrannt.
Der Druck der Bevölkerung nach einer Wende in der Energiepolitik stieg nach diesem Atomunfall drastisch an und der Ruf nach alternativen Energien wird seitdem immer lauter.
Außer Wasserkraft, Sonnenenergie, Erdwärme und Biomasse zählt auch die Windenergie im Wald zu den erneuerbaren Energieformen.
Das Bundesamt für Naturschutz hat ein Positionspapier speziell zum Thema Windkraft im Wald herausgegeben. Das PDF Dokument kann unter folgendem Link heruntergeladen werden:
http://www.bfn.de/fileadmin/MDB/documents/themen/
erneuerbareenergien/bfn_position_wea_ueber_wald.pdf

Mit Windmühlen nahm die Nutzung von bewegten Luftmassen zur Energiegewinnung ihren Anfang. Heute handelt es sich bei Windrädern um Kraftanlagen, die bei uns mittlerweile fast 10 % des Stromverbrauches decken. Entgegen den fossilen Energieträgern, deren Vorkommen irgendwann erschöpft sein wird, steht der Wind dauerhaft zur Verfügung.
Der fehlende Ausstoß von schädlichen Substanzen macht die Windenergie zu einem Klimaschützer. Bei der Errichtung von Windkraftanlagen im eigenen Land verringert sich zudem die Abhängigkeit von Energieimporten. Lange Transportwege, wie etwa die Verschiffung von Erdöl, und das dabei anfallende Umweltrisiko sind ebenso wenig nötig wie die Verlegung von länderüberschreitenden Pipelines.
Damit ein Windrad effizient Energie liefert, braucht es einen Standort, an dem ausreichend Wind zur Verfügung steht. In der Regel ist das auf einer Anhöhe der Fall. Da aber in Deutschland die meisten Berge bewaldet sind, sorgt ein weiterer Ausbau der Windenergie für reichlich Konfliktpotential mit den Naturschützern.
Die Errichtung eines Windrades im Wald bedeutet einen erheblichen Eingriff in den dortigen Lebensraum. Betroffen sind sowohl die Pflanzen als auch die Tiere. Für die Errichtung eines Windrades muss nicht nur der Baumbestand am vorgesehenen Standort weichen. Es sind auch breite Anfahrtswege nötig und das Verlegen von Leitungen bringt größere Erdaushübe mit sich.
Wenn das Windrad steht, kann der größte Teil dieser Flächen zwar wieder aufgeforstet werden, allerdings dauert es Jahre, bis der Wald wieder komplett nachgewachsen ist. Bei den Tieren sind es vor allem die Vögel, die in ihrem Brutgeschäft gestört werden, und Fledermäuse sterben in hohem Maße durch Kollisionen mit den rotierenden Flügeln des Windrades.
Es gibt bereits Bürgerinitiativen gegen Windräder im Wald, so z. B. die Bürgerinitiative (BI) Wolfhager Land - Keine Windkraft in unseren Wäldern
Der größte Teil der hiesigen Wälder unterliegt einer forstwirtschaftlichen Nutzung. Ihre Funktion wird durch die Errichtung eines Windrades in der Regel nicht übermäßig beeinträchtigt.
Handelt es sich jedoch um ein Naturschutzgebiet mit vielen dort existierenden Tier- und Pflanzenarten, sollten Windräder nach wie vor außen vor bleiben. Mit einer wohlbedachten Standortwahl zum Schutze der Vögel und sonstigen Waldtiere bleibt das Ökosystem Wald auch mit Windrädern erhalten.
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chrristoph
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